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· Neustes Mitglied: Alina

Der Verein

Vorstandschaft

Oliver Thum
1. Vorstand
Stockacher Str. 13
78351 Bodman-Ludwigshafen
vorstand@mvludwigshafen.de
  Images: thuol.jpg Images: ehmpa.jpg   Patrick Ehmann
2. Vorstand
Hegaustr. 4
78351 Bodman-Ludwigshafen
2.vorstand@mvludwigshafen.de
Rainer Ehmann
Dirigent
dirigent@mvludwigshafen.de
  Images: kelna.jpg   Nanine Keller
Schriftführerin
schriftfuehrerin@mvludwigshafen.de
Manuel Dirnhofer
Kassier
kassier@mvludwigshafen.de
  Images: dirma.jpg Images: lempa.jpg   Pamela Lempp
Jugendleiterin
jugendleiterin@mvludwigshafen.de
Manuel Lempp
Beisitzer
  Images: lemma.jpg Images: loefl.jpg   Florian Löwenberg
Beisitzer
Christine Strobel
Beisitzerin
  Images: strch.jpg Images: thoan.jpg   Anna Thönig
Beisitzerin
Rolf Reuthebuch
Für die Passiven
  Images: keinbildvorhanden.jpg      



Ehrenmitglieder

Herr Hermann Rothenburger

Herr Willi Karle

Herr Cordo Beirer

Herr Fritz Karle

Herr Josef Hahn

Herr Alfred Benter

Herr Tobias Schacher
Herr Werner Heckeler

Herr Fritz Eßlinger

Herr Klaus Hecht

Herr Fritz Kratzer

Herr Edelbert Strobel

Herr Helmut Stoffel

Herr Holger Kaupert
Herr Ignaz Strobel

Herr Werner Kaupert

Herr Theo Lindenmayer

Herr Albrecht Rothenburger

Herr Bernd Moser

Herr Willi Schilling

 

 


Chronik

 

Wenn man eine lückenlose Chronik eines Vereines, der inzwischen über 140 Jahre alt geworden ist, zusammenstellen würde, wäre das Ergebnis ein literarisches Werk enormen Ausmaßes. Deshalb seien dem Zweck und Format nur markante Vereinsereignisse erwähnt und kurz beschrieben.

1852 Am 17. Jänner wird in einem Kirchenbuch des katholischen Pfarramtes Ludwigshafen erstmals von einer Kirchenmusik gesprochen. Die Musiker schlossen sich zu einer Musikgesellschaft zusammen, die ausschließlich in der Kirche musizierte. In einem Kirchenbuch ist zu lesen: "Was die Ausbildung resp. Fortpflanzung der Musik anbelangt, so haben sich Lehrer Mayer und Martin Jäger erbötig gemacht, nach Kräften beizutragen."


1853
Pfarrer Jegel legt ein Faszikel vor über die verwendeten Gelder der vorhandenen Musikalien und Instrumente.

 

1870 GRÜNDUNG DES MUSIKVEREINS LUDWIGSHAFEN

Trotz kriegerischen Auseinandersetzungen mit Frankreich und der damals bewegten Zeit, schlossen sich beherzte Männer zusammen, um einen Musikverein zu gründen. Der erste Dirigent, ein Herr Karl Günther, wohnte in Nenzingen und hielt dort die Musikproben ab.

Mannigfache Schwierigkeiten mußten überwunden werden und von den Gründern des Vereines wurde viel Idealismus abverlangt. Der Probeort Nenzingen konnte meistens nur zu Fuß erreicht werden.

Als Mitbegründer des hiesigen Musikvereins konnten noch folgende Altbürger aus dem Jahre 1870 namentlich festgestellt werden:

Josef Sernatinger, Holzhändler

Josef Sernatinger, Postagent

Baptist Honstetter, Landwirt

Friedrich Keller, Weinhändler

Josef Keller, Zimmermann

Johann Reuthebuch, Landwirt

Hermann Ott, Ziegeleibesitzer

 

1875 Bei dem jungen Verein reihten sich auch damals schon die verschiedenartigsten Probleme an und viele Wünsche blieben offen.

- 6. Juni: Die erste Fahnenweihe wurde festlich begangen; hierbei wirkten mehrere auswärtige Vereine mit.

- Einem Unterstützungsantrag des Musikvereins an die Gemeinde wurde entsprochen und aus der Gemeindekasse 60 Mark ausbezahlt.

 

In den folgenden Jahren, über die Jahrhundertwende hinweg, his zu Beginn des 1. Weltkrieges (1914), in einer Zeitepoche der Monarchie, festigte sich das Vereinsleben und der Leistungsstand der Musiker konnte wesentlich gesteigert werden. Bei örtlichen, kirchlichen und vereinseigenen Veranstaltungen war die Musikkapelle damals schon zur Mitgestaltung und Verschönerung der Feste sehr gefragt. Ein enges Verhältnis pflegte der Musikverein besonders mit dem früheren Militärverein. Wichtige Daten und Dokumente für diese Chronik stammen u.a. aus geretteten Protokollbüchern des Militärvereines

Nachfolgend einige Veranstaltungsangaben:

1879 - 1. Januar: Abendunterhaltung mit Musik, Gesang und Deklamationen. Eingebaut wurde ein Gedenken der "tapferen Krieger unseres glorreichen Feldzuges und Heldenkaisers."

1880 - 21. März: Feiern des Geburtstages "Seiner Mayestät des deutschen Kaisers" und zwar am Vortage des eigentlichen Festes.

1885 - 22. März: Geburtstagsfeier zu Ehren des deutschen Kaisers.

Musik- und Militärverein trafen sich am Rathaus zum allgemeinen Kirchgang und anschliessend zum Frühschoppen in der Traube.

1899 - 10. September: Geburtstagsfest "Seiner königlichen Hoheit des Großherzogs". Allgemeiner Kirchgang, Frühschoppen im Restaurant Kratzer, abends Bankett im Gasthaus Löwen.

1905 - 14. Mai: Abgeordnetentag des Seegau-Militär-Vereinsverbandes.

Hohe Militärs und prominente Abgeordnete wurden mit Marschmusik vom Bahnhof und vom Ortseingang abgeholt und zum Gasthaus Adler geleitet.

1907 - 19. Januar: Generalversammlung des Musikvereins Ludwigshafen.

Der Verein bestand aus 15 aktiven Mitgliedern. Es wurde der Beschluss gefasst, dass am Vorabend des Kaisers Geburtstages der "Zapfstreich" gespielt werden soll.

Wahlergebnis:

Vorstand - Melchior Döber

Kassier - F. Trisner

Schriftführer - E. Honstetter

Dirigent - J. Kempf

Verwaltungsräte - Paul Sinner, Hermann Rothenburger


Nach der Jahrhundertwende bis zu Beginn des 1. Weltkrieges lassen sauber geführte Protokollbücher des Musikvereins durchblicken, dass eine straffe geradlinige Vereinsführung akzeptiert wurde. Es wird berichtet von: 30 Proben im Jahr, Geldstrafen für Probenversäumnisse, der Verein hatte nur aktive Mitglieder, bei Aufnahme oder Anschlüssen von Mitgliedern musste geheim abgestimmt werden, die Verdienste mussten genau verrechnet werden.

 

Während des 1. Weltkrieges (1914 - 1918) stellte der Musikverein seine Aktivitäten vollkommen ein. Die Gefallenenmeldungen rissen grosse Lücken in die Musikerreihen.

Engagierte und von der Musik beseelte Männer scharten sich bald nach Kriegsende wieder zusammen und erfüllten den Musikverein mit Leben.


1922 - 25. Februar: Gesuch an den Ortsschulrat!

"Da die Abhaltung der Musikproben für die 21 Mann starke Kapelle im eingeengten Wachtlokal unmöglich geworden ist, bittet der Musikverein um die Benutzung des unteren Schulzimmers zur Abhaltung der Proben." Der Gemeinderat stimmte widerruflich zu.

Erstmals wurden passive Mitglieder erwähnt.


1924
Der Musikverein trat dem damaligen Musikverband "Seegau" als Mitglied bei. Die Ordnungsstrafen wurden inflationsgemäss angepasst: Probenversäumnis 100 Mark, Produktionsversäumnis 5.000 Mark. Die Vorstandschaft beschloss neue Uniformröcke anzuschaffen. Nach 2 Jahren war der Rock Eigentum des Mitglieds.

 

1925 - 24. Mai - 50jähriges Stiftungsfest (Jubiläum)

Wegen der allgemein schlechten Nachkriegszeit wurde das 1920 fällig gewesene 50jährige Bestehen des Vereines erst im Jahre 1925 gefeiert. Zum eigentlichen Fest hatten sich 27 Musikvereine eingefunden, wovon 22 am Preiswettspiel teilnahmen. Am Vorabend des Festes fand im Gasthaus Löwen ein Festbankett statt.

An den Wertungsspielen beteiligten sich die Musikvereine:

Klasse A: Immenstaad, Markdorf, Ahausen, Sipplingen, Singen, Nenzingen und Steisslingen.

Klasse B: Neufrach, Bermatingen, Meersburg, Kluftern, Nesselwangen, Oberuhldingen, Bodman, Wahlwies, Markelfingen und Hoppetenzell.

Klasse C: Winterspüren, Ittendorf, Hödingen, Zizenhausen und Beuren a.d.A.

 

1928 - 22. Juli - Teilnahme am 100jährigen Stiftungsfest in Eigeltingen mit "Verbandswettspiel". Die Kapelle errang in der Mittelstufe B einen 1. Preis mit 113 Punkten.


1929
Trotz schlechter Wirtschaftslage wurde zur Förderung der Kameradschaft ein 2tägiger Ausflug nach Freiburg unternommen.


1931
Ein kritisches Jahr für den Musikverein Ludwigshafen.

Unstimmigkeiten und die Aufspaltung in zwei verschiedene Lager führten zur Absetzung des Dirigenten und zum Austritt von 7 aktiven Musikern. Eine 2. Kapelle nannte sich "Bürgerkapelle".

Allgemein sei zu den 20er Jahren noch gesagt, dass sich der Musikverein nur mit grossen Anstrengungen, besonders in finanzieller Hinsicht, den Bestand erhalten konnte. Die geringen Gewinne konnten nur mühsam durch die verschiedenen Aktivitäten wie: Tanzveranstaltungen, Theateraufführungen, Konzerte und Fastnachtsveranstaltungen erarbeitet werden. Die Auftritte im Verlauf des Jahres, in kirchlicher wie in weltlicher Hinsicht, wurden von den Musikern gern übernommen, um die Kasse etwas aufzufrischen.


1933 - 1945 Im so genannten "Dritten Reich" wurden alle Vereine ihrer freien Entwicklung und Gestaltung beraubt. Das autoritäre und diktatorische System bestimmte auch die Regeln eines Vereinslebens und lähmte das persönliche Engagement. Auch der Musikverein durfte oder musste nur bei bestimmten Anlässen auftreten.


Das traurigste Kapitel für den Musikverein entfachte der 2. Weltkrieg (1939 - 1945) mit seinen zerstörerischen Auswirkungen auf Menschenleben und Sachwerte. Die Reihen der Musikkapelle lichteten sich immer mehr und die totale Auflösung des Vereines war nicht mehr aufzuhalten.


1947 - 9. November: Wiedergründung des Musikvereines Ludwigshafen. Musikbegeisterte und idealistisch eingestellte Männer, unter Anleitung von Franz Kempf, legten den Grundstein für das Wiederaufleben des Musikvereins.

Gesamtvorstand:

1. Vorstand: Franz Kempf

2. Vorstand: Franz Keller

Dirigent: Helmut Schröder

Kassier: Karl Schmidt

Schriftführer: Josef Zimmermann

In dieser Generalversammlung wurde u.a. beschlossen:

Der Verein durfte sich nur aus aktiven Mitgliedern zusammensetzen. Für die Musikproben wurde der untere Schulsaal zugewiesen. Die Mitglieder hatten sich streng an die Rechte und Pflichten, wie in der Satzung vorgegeben, zu halten.

 

1947 Schon im ersten Jahr des Bestehens wurde an Weihnachten mit einem Konzert und Theaterspiel aufgewartet und der Verein beteiligte sich mehrmals am fastnächtlichen Treiben.


1948
Die Aktivitäten des Vereines nahmen zu:

Eine 15 Mann starke Kapelle spielte im "Löwen", Theateraufführungen des Sportvereins wurden musikalisch umrahmt, ein Omnibusausflug nach Freiburg wurde unternommen, bei der Weihnachtsfeier wurde im 1. Teil konzertiert - im 2. Teil Theater gespielt. In der Fastnacht wurde ein Lumpenball geboren und der frisch gewählte Bürgermeister Hans Klingler wurde mit einem Ständchen beehrt.


1949 - 23. Oktober: Aufnahme des Musikvereins in den "Seegau-Musikverband". Teilnahme am Seegau-Verbandsmusikfest in Pfullendorf. Beim Wertungsspiel erreichte die Kapelle in der Unterstufe die Note "gut".


1950 - 30. Juli: Musikfest in Ludwigshafen

Ein grosses Jubiläum wurde anlässlich des 80jährigen Bestehens des Vereines organisiert. Am Vorabend wirkte der Patenverein aus Zußdorf bereits am Festbankett im Hotel Löwen mit. Dirigent Otto Greck konnte verdiente Mitglieder zu Ehrenmitgliedern ernennen. Bürgermeister Hans Klingler übergab die renovierte Fahne.

Der eigentliche Jubiläumstag liess keine Aktivitäten offen: Mit Marschmusik wurde frühmorgens geweckt, feierlich gestaltet wurde der Festgottesdienst mit würdiger Gefallenenehrung, beim Festumzug durch den bunt geschmückten Ort kamen die zahlreichen Besucher voll auf ihre Kosten. Als bunte Palette, bestehend aus Festreitern, Festdamen, Pferdedroschken und 11 auswärtigen Vereinen, schlängelte sich der Umzug durch das Dorf. Mit Tanz und Kinderfest wurde das gelungene Jubiläum abgerundet.


1951 - 27. Mai: Eingekleidet in neue Uniformen beteiligte sich die Kapelle in Immenstaad am Verbandsmusikfest und Wertungsspiel. In der Mittelstufe wurde die Note "sehr gut" erspielt.


1953
- 19. Mai: Teilnahme am Bundesmusikfest in Singen. Beim Wertungsspiel wurde in der Mittelstufe mit "sehr gut" abgeschnitten.

24. Juli: Einen musikalischen Leckerbissen servierte bei einem Doppelkonzert die Stadtkapelle von Rheinfelden. Musiker und 72 Gäste, die alle privat untergebracht werden mussten, benutzten einen der Besuchstage, um per Schiff das Seenachtsfest in Konstanz zu besuchen.


1954 Ein Krisenjahr bahnt sieh an!

Unstimmigkeiten innerhalb der Vereinsmitglieder und insbesondere Spannungen mit dem Dirigenten führten zum Rücktritt des Vorstandes und zur Abwahl des Dirigenten. Die Anzahl der Musiker schmolz auf 14 Mann zusammen, die aber unentwegt sich der Musik und dem Weiterbestand des Vereines widmeten.

 

1955 - 9. Juli: Durchführung des 12. Verbandsmusikfestes mit Wertungsspiel.

Eine immense Aufgabe, verbunden mit viel Arbeit und grossen Opfern, kam auf den Musikverein unter der Vereinsführung von Walter Reuthebuch zu. Am Festbankett übernahmen die Musikkapellen aus Schruns und Lech, die Patenkapelle Überlingen und die Kapellen aus Zußdorf und Nenzingen den musikalischen Part. Am Umzug beteiligten sich 43 Kapellen.

Der Festsonntag war ausgefüllt mit Wertungsspielen, Gottesdiensten, Gedenkfeiern, Frühschoppenkonzert, Gesamtchor, Umzug mit historischen Gruppen, Konzerte im Festzelt und ein Festakt mit zahlreichen Ehrungen. Bei herrlichem Wetter prangte das Dorf im Blumenschmuck. Etwa 6000 Besucher säumten beim Umzug die Strassen. Verbandspräsident Gratz würdigte u.a. die Leistungen des kleinen Dorfes.


1955 - 6. September: Emil Renner übernahm die Funktion des Dirigenten. Mit 16 aktiven Musikern als Grundstock begann nun eine neue Aufbauphase bei der Musikkapelle.


1956 - 22. April: Besuch des Verbandsmusikfestes und Teilnahme am Wertungsspiel in Markdorf. Mittelstufe - Note: "vorzüglich".


1957 - 28. September: Auf Einladung der Stadt Offenburg beteiligte sich die Musikkapelle am 110jährigen Jubiläum der Stadtkapelle Offenburg. Unter strenger Zensur wurde in der Mittelstufe das Prädikat "sehr gut bis vorzüglich" erreicht.

Die Festtage in Offenburg waren für jeden Musiker ein einmaliges Erlebnis. Eine stetige Entwicklung des Vereines mit einer Steigerung des musikalischen Niveaus bahnte sich an.


1960 - 13. Januar: In der Generalversammlung übernahm Fritz Kratzer den 1. Vorsitz des Vereines. Unter seiner Anleitung wurde die Satzung des Vereins dahingehend geändert, dass künftighin passive Mitglieder in den Verein aufgenommen werden können und der Verein in das Vereinsregister beim Amtsgericht Stockach als "Musikverein Ludwigshafen e.V." eingetragen wurde.

29. Mai: Anlässlich des Verbandsmusikfestes vom Seegau - Linzgau wagte es die Musikkapelle, in der Oberstufe am Wertungsspiel teilzunehmen. Mit dem höchsten Prädikat in der Tasche kehrten die begeisterten Musiker von Meßkirch zurück; es lautete "hervorragend".

04. September: Teilnahme am Bezirkskonzert in Sipplingen. Jedes Jahr wurde im Wechsel innerhalb der Bezirkskapellen ein Konzert veranstaltet. Zum Bezirk I des Seegau-Linzgau-Verbandes zählten: Überlingen, Sipplingen, Nesselwangen, Hödingen, Bonndorf, Espasingen, Owingen, Winterspüren und Ludwigshafen.

 

1962 In all den Jahren unterstützte die Musikkapelle die Aktivitäten des Narrenvereins. Die Narren wie die Musiker waren der Meinung, dass es angebracht wäre, einen neuen Narrenmarsch zu kreieren. Komponist Gustav Lotterer hat uns bestens bedient.


1963 - 22. + 23. Juni: Erstmals verband der Musikverein einen Ausflug mit einem Musikfest. Einer Einladung der Musikgesellschaft Seftigen/Schweiz wurde entsprochen und durch diesen musikalischen Kontakt knüpften sich freundschaftliche Verbindungen.


1964
- 10. Mai: Verbandsmusikfest mit Wertungsspiel in Hagnau.

Sehr erfreulich war die Tatsache, dass die Kapelle das Oberstufenniveau halten konnte und das Prädikat "Vorzüglich" erzielte.


1965 Der Verein hatte einen stabilen musikalischen Leistungsstand erreicht und die Kameradschaft zwischen den Musikern entwickelte sich vorbildlich. In dieser optimalen Verfassung des Vereines wurde der Beschluss gefasst, in eigener Regie einen Konzertpavillon in den Parkanlagen am See zu bauen. Mit grossem Einsatz eines jeden Einzelnen, der beachtenswerten Spendefreudigkeit der Bevölkerung und dem grossen Entgegenkommen der Gemeindeverwaltung konnte ein repräsentatives Bauwerk geschaffen werden.

22. bis 24. Mai: Festliche Einweihung des Konzertpavillon - verbunden mit einem kleineren Volksmusikfest. Die Musikgesellschaft Seftigen/Schweiz fungierte als Patenkapelle. Einen musikalischen Leckerbissen servierten die Stadtkapellen aus Tuttlingen - Dirigent G. Lotterer und aus Meersburg - Dirigent Toni Haile. Im Verlauf des Festaktes, bei dem die örtlichen Vereine beachtliche Beiträge leisteten, wurde Dirigent Emil Renner von der Gemeinde zum Kapellmeister ernannt.


1966 Nach 6jähriger erfolgreicher Tätigkeit als 1. Vorstand stellte sich Fritz Kratzer nicht mehr zur Verfügung. Zur Überbrückung der Lücke in der Vorstandschaft übernahm Pfarrer Kutz den 1. Vorsitz auf die Dauer von einem Jahr.


1967 Hermann Rothenburger wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt. Da die Jugendausbildung immer mehr vorrangig behandelt werden musste, wurde die Vorstandschaft um die Funktionsstelle eines Jugendleiters erweitert


1969 - 17. + 18. Mai: Ein unvergesslicher Ausflug, verbunden mit einem Musikfest, nach Dienheim/Pfalz sei noch erwähnt. Die Kapelle war an beiden Festtagen sehr stark engagiert. Einen erholsamen Genuss brachte die wunderschöne Rheinschifffahrt.

19. Oktober: Erster Auftritt der neugegründeten Tanzabteilung aus Musikern der Musikkapelle unter dem Namen "Brass Band". An der volkstümlichen Stilrichtung der Brass Band erfreuten sich viele Musiker der jüngeren und älteren Generation und sie verhalfen durch lobenswerten Einsatz dieser Tanz- und Unterhaltungsband zu einem weit verbreiteten guten Ruf.


1970 - 30. Mai bis 1. Juni: 100jähriges Vereinsjubiläum

Dem ehrwürdigen Jubiläum entsprechend wurde mit viel Einsatz eines jeden Musikers eine gründliche Vorbereitung getroffen. Das Dorf sowie das Festzelt wurden festlich geschmückt. Die Stadtkapelle Überlingen übernahm die Patenschaft und die Pfälzer aus Dienheim die Gastrolle. Ein niveaureiches Festbankett, gutbesuchte Konzerte und Gottesdienste, ein prächtiger Festumzug mit 18 Musikkapellen und zahlreichen Zuschauern, ein großer Unterhaltungsabend mit den Kressbronner Dorfmusikanten, sowie ein Treff mit den Kindern, gaben dem Jubiläum seinen Charakter. Das 100jährige Gründungsfest des Musikvereines blieb bei den Besuchern wie aktiven Musikern in bester Erinnerung.

 

1971 - 15 + 16. Mai: Bundesmusikfest in Karlsruhe

Als einziger Vertreter des Blasmusikverbandes Bodensee-Linzgau wagte der Musikverein den Schritt nach Karlsruhe. Dieses Fest war grandios und ein unvergessliches Erlebnis. Beim überdimensionalen Festumzug ernteten die Vertreter vom Bodensee in ihren schmucken neuen Uniformen (erstmals ohne Kopfbedeckung!) viel Beifall. Das beim Wertungsspiel erzielte höchste Prädikat, nämlich '1. Rang mit Auszeichnung" in der Oberstufe bestätigte den hohen Leistungsstand der Kapelle.

Dieses Musikfest war ein beachtlicher Höhepunkt in der bisherigen Vereinsgeschichte der Musikkapelle Ludwigshafen.


1976 - 20.6.: Verbandsmusikfest mit Wertungsspiel in Immenstaad.

Wieder konnte in der Oberstufe das höchste Prädikat "1. Rang mit Auszeichnung" erzielt werden.


1977 Aus politischen Gründen (Kreisreform!) musste der Musikverein Ludwigshafen dem "Blasmusikverband Hegau" als Mitglied beitreten. Der Verein wurde dem Bezirk "Homburg", dessen langjähriger Vorsitzender Xaver Greutter aus Nenzingen war, zugewiesen.

Folgende Vereine gehören diesem Bezirk an:

Bodman, Stahringen, Wahlwies, Orsingen, Nenzingen, Espasingen und Ludwigshafen.

Jedes Jahr wurde im Wechsel ein Bezirkskonzert durchgeführt. Die Bezirkskapellen nahmen diese Veranstaltung immer sehr ernst.


1982 Ein Jahr sei herausgegriffen! Die Jahre ähneln sich!

Die positive Einstellung der Musiker für die Belange ihres Vereines muss lobend erwähnt werden. An den Jahreshauptversammlungen wurde gesprochen von: 60 - 70 Musikproben, 30 - 40 Auftritten, Tanzveranstaltungen mit der Brass-Band und Rainers Brass-Corporation, intensive Jugendausbildung Erwerb des Jugendleistungsabzeichens, Jahres-, Doppel-, Bezirks-, Kurkonzerten, Strand- und Hafenfesten und Auftritten im weltlichen wie kirchlichen Bereich.

1982 - 20. November: Die Gemeinde übergab in einem feierlichen Akt den neugeschaffenen und sehr gut gelungenen Proberaum im Zollhaus. Über 1100 Stunden an Eigenarbeit leistete der Verein, um ein würdiges "Zuhause" zu haben.


1985 Vorstand Hermann Rothenburger übergab nach 17jähriger sehr erfolgreicher und weit blickender Führung des Vereines das Zepter an Bernhard Hock weiter.


1988 - 13. März: Verleihung der "Pro Musica Plakette"

Die Pro Musica Plakette kann verliehen werden, wenn der Verein lückenlos und dokumentarisch nachweist, dass er mindestens vor 100 Jahren gegründet worden ist.

Zeitraubendes Suchen nach Dokumenten und zwar in den Archiven der Kirche, der Gemeinde und im Verein selbst führten zum erforderlichen Nachweis. Im Kurhaus in Baden-Baden wurde in einem Festakt, im Auftrag des Bundespräsidenten, der Musikverein Ludwigshafen geehrt und mit der Plakette ausgezeichnet.

18. März: Vorstand Bernhard Hock wurde durch Bernd Moser abgelöst.

3. Dezember: Festliches Jahreskonzert mit der Übergabe der Pro Musica Plakette durch den Landrat Dr. Maus.

 

1989 - 4. bis 7. Mai: Bezirksmusikfest in Ludwigshafen

Turnusgemäss führte der Musikverein Ludwigshafen mit großem Erfolg das Bezirksmusikfest durch. Außer den sechs Bezirkskapellen wirkten die Musikkapellen von Sipplingen, Stockach, Winterspüren und Aach-Linz mit.

 

1990 - 12. Mai: Verabschiedung des Kapellmeisters Emil Renner

Nach 35jähriger Tätigkeit als erfolgreicher Dirigent im Musikverein Ludwigshafen übergab Emil Renner den Dirigentenstab an seinen Nachfolger Rainer Ehmann, der aus eigenen Reihen kam und die nötigen Voraussetzungen mitbrachte. Während dieser jahrzehntelangen musikalischen Leitung der Musikkapelle konnte Emil Renner mit seinen Musikern viele Erfolge und unterhaltsame Stunden verbuchen. Zu Ehren des scheidenden Dirigenten servierte sein Nachfolger ein beachtenswertes Konzert. In der Programmfolge wurde auch in einem Rückblick 35 Jahre Dirigententätigkeit aufgezeigt.

Der Musikverein und der Bezirk Homburg ernannten E. Renner zum "Ehrendirigenten".


1992 Der neue Dirigent gründete aus jugendlichen Aktiven eine Jugend-BigBand die "Inchhouse Eagles". Beim Jahresabschlusskonzert stellte sich die Gesamtkapelle in neuen Uniformen vor.


1993 - 16. Mai: Verbandsmusikfest mit Wertungsspiel in Radolfzell

Die Musikkapelle konnte ihren guten Leistungsstand wiederum unter Beweis stellen und erzielte in der Oberstufe das Prädikat "1. Rang mit Belobigung".

19. November: Nach gelungener Renovierung wurde das "Grossherzogliche Badische Zollhaus" feierlich eingeweiht und in ein Rathaus, Gäste- und Bürgerzentrum umfunktioniert. Hierbei wurde dem Musikverein ein sehr schöner und angemessener Proberaum im "Zollhaus" übergeben.

4. Dezember: Im Rahmen des Jahreskonzertes wurde Fritz Kratzer als Jugendleiter, welches Amt er 26 Jahre ausübte, verabschiedet. Jahrzehntelang bildete er Jungmusiker aus und leistete somit einen wesentlichen Beitrag zum Fortbestand des Vereines.


1995 - 125jähriges Bestehen des Musikvereines - Jubiläumsjahr

13. bis 16. Juli: Gestaltung des Jubiläums in Verbindung mit der Durchführung des Bezirkskonzertes des Bezirkes Homburg.

 

Weitere Infos zu den Jahren nach 1995 werden demnächst ergänzt.